Workshop Auto und Lagerbeleuchtung / Mittelalter Flohmarkt Vatterstätten
Die Stunde der großen Werkstatt hatte sich genähert, und die Liste der zu erledigenden Aufgaben wuchs und wuchs, wie der Schatten eines gewaltigen Baumes. Doch in diesem kleinen Kreis der Gefährten regte sich keine Angst, sondern vielmehr eine große Vorfreude auf das, was zu vollbringen war.
Erik, der starke Mann mit dem breiten Rücken, und seine Tochter Anna, ein flinkes Mädchen mit wachen Augen, erreichten das Heim der Jarls schon am Freitag. Die Sonne neigte sich bereits gen Westen, als die ersten Arbeiten begonnen wurden.
Während die Männer, hart wie Schmiedehammer, damit beschäftigt waren, die Kutsche des Jarls zu richten, fanden sich die Damen in der Halle ein, um das Mahl für die versammelte Schar vorzubereiten. Das Backwerk, ein Schatz, den Angel bei einem Raubzug aus einem fernen Land mitgebracht hatte, wurde in Windeseile verzehrt. Es war ein wahrer Hochgenuss.
Die Stunden vergingen rasch, und der Abend kam früh, da die Anstrengungen des Tages ihre Spuren hinterlassen hatten. Erschöpft von der Arbeit, fanden sich alle zum Gelage ein und ließen den Tag im Lichte des Feuers ausklingen.
Der Tag der großen Vorbereitung und der Schmiedekunst
Am Morgen des Samstags war der Himmel klar, und die Sonne wärmte die Erde mit goldenen Strahlen. Die letzten Vorbereitungen wurden getroffen, als Ragnar, der kräftige Einweiser, den Nachbarhof absperrte, um mehr Platz für die Kutschen zu schaffen. Das Land, das einst ungenutzt war, erlebte nun seine erste Aufgabe als wahres Heim der Kutschen.
Varg, der wandernde Schmied, kam mit seiner Schmiede und Feuerzange. Die Heringe, die in rauen Mengen geschmiedet werden mussten, glühten heiß in seiner Hand. Es war ein Anblick von Macht und Handwerkskunst, wie der Schmied das Eisen in die Glut tauchte und daraus die Heringe formte, die das Lager zu stützen vermochten.
Heidi und Frank, die tapferen Helfer aus der Nähe, widmeten sich der Kunst der Lagerlichter. Mit festem Handgriff und ruhiger Miene schufen sie Flammen, die das Wachs zum Schmelzen brachten. Die Arbeit ging gut von der Hand, und am Nachmittag traf Mara ein, um bei den Lichtern zu helfen.
Charlotte, Philippe und Francois erschienen, sollten sie helfen wo Not am Mann war.
Der Tag verging unter der warmen Sonne, und jeder war ein wenig müder, doch auch ein wenig zufriedener, als die Stunden verflogen.
Ein Fest der Gemeinschaft und die Tränen des Abschieds
Der Abend kam heran und der Hof der Jarls füllte sich mit fröhlichem Gelächter. Eine lange Tafel wurde aufgebaut, und das Fleisch, das der Jarl von seinen Vorräten bereitgestellt hatte, ward mit Gier und Freude verspeist. Der Duft des Bratens mischte sich mit dem rauchigen Hauch des Feuers, und die Gespräche hallten laut über den Hof.
Doch der Abend hatte auch seinen Abschied parat. Charlotte, Philippe und Francois mussten sich von uns trennen, denn ihre Mutter und Gemahlin war aus einem fernen Land zurückgekehrt, und ihre Herzen trugen das Sehnsuchtsfeuer der Wiedervereinigung. Auch Varg, der tapfere Schmied, verabschiedete sich, da sein Heim nur wenige Meilen entfernt lag.
Frank, der Unermüdliche, hatte ein besonderes Getränk mitgebracht – ein süßes Gebräu mit einem Hauch von Mandel, das den Geist wärmte und den Körper begleitete. Doch die Flasche ward schnell geleert, und die Bettschwere setzte ein. So fand der Abend, von Lachen und Geschichten begleitet, ein friedliches Ende.
Schnell wurden die Gemächer für Heidi und Frank hergerichtet, der letzte Blick auf das Heim der Jarls zeigte eine friedliche Stille, nur unterbrochen vom gelegentlichen Schnarchen, das aus den Zeltwänden drang.
Fazit des Tags – Ein Werk des Handwerks und der Gemeinschaft
Die Heringe waren geschmiedet, die Kutschen vorbereitet, und das Lagerlichter brannten hell.
Francois, der junge Lehrling, hatte sich als Küchenhilfe bewährt, und die Kinder hatten in der freien Natur ihre Schritte gesetzt und gelernt.
Die Reise nach Vaterstetten war nun für die kommenden Tage geplant, und die Gemeinschaft stand zusammen, stärker als je zuvor.
Sonntag – Aufbruch nach Vaterstetten
Der neue Morgen brach an, und mit ihm die Reise nach Vaterstetten. Ein größeres Treffen stand bevor, das den Weg der Gemeinschaft weiter festigen würde.
Nach einem ausgiebigen Frühstück hieß es: Pferde satteln oder vor die Kutschen spannen – und aufbrechen. Nur wenige Stunden später traf die Sippe auf dem Markte zu Vaterstetten ein. Rasch wurden die Gäule in den Stall geführt, und schon schwärmte die Gemeinschaft aus: Jeder sollte auf die Suche nach Schnäppchen und Kostbarkeiten gehen.
Nicht weit gekommen, trafen Leif und Angel auf Runa, die voller Stolz ihr erstandenes Kuhfell präsentierte. Schnell wurde ihr der Ort des späteren Treffens mitgeteilt, dann setzten die beiden ihren Rundgang fort.
Beim ersten Tuchhändler wurde Leif fündig: Endlich hatte er den passenden Stoff für seinen Gambeson gefunden. Der nächste Stand brachte Ragnar das gewünschte Tuch für seine Gugel, während Leif sich dort noch Stoff für seine neue Rußhose sicherte.
Erik begab sich zur Töpferin Irmi, um seine bestellte Kaffeekanne in Empfang zu nehmen – kunstvoll gefertigt, mit sorgfältigen Mustern versehen. Angel fand für Sheldon ein neues Schaffell; das alte hatte den harten Winter nicht überlebt.
Frank entdeckte ein neues Schwert, das er mit sichtlichem Stolz über den Markt trug – blank poliert, mit fein gearbeitetem Griff.
Nach und nach fanden sich alle an dem zuvor vereinbarten Treffpunkt ein. Auch Anja und ihre Familie hatten den weiten Weg nicht gescheut. Man lachte laut, tauschte Neuigkeiten aus und genoss das bunte Markttreiben.
Ein besonderer Moment stand noch an: Vidar sollte der Sippe vorgestellt werden. So wurde er zur Tafel gebeten, auf dass ein jeder sich ein Bild von ihm machen und gemeinsam entschieden werden möge, ob er künftig mitlagern dürfe.
Während die Gespräche vertieft wurden, nahmen Erik, Mara und Angel leise Leifs Wiegenfest am nächsten Tage zum Anlass, sich heimlich davonzustehlen und ein Geschenk für ihn zu besorgen.
Nachdem jeder Wolf befragt worden war, kam die Gemeinschaft zum Entschluss, Vidar eine Chance zum Mitlagern zu gewähren.
Als sie sich wieder zu den anderen gesellten, merkten alle, wie kühl es geworden war und wie tief die Sonne bereits stand. So wurde das Treffen zur rechten Zeit beendet, und ein jeder ritt oder fuhr mit seiner Kutsche heimwärts.
Schön war es – wenn auch kühl.
So endete das Wochenende, ein Werk des Handwerks, des Wissens und der Gemeinschaft. Möge das kommende Lager in Bernau ebenso gedeihen und mit gleicher Kraft die Bande der Brüderlichkeit und des Wissens stärken.


























